So berechnen Sie Ihren Laminatbedarf
- Messen Sie Länge und Breite des Raums an der breitesten Stelle. Bei L-förmigen Räumen teilen Sie in zwei Rechtecke und tragen das zweite als zusätzliche Fläche ein. Die Sockelleisten rechnet der Rechner dann nur für das erste Rechteck: Messen Sie den echten Umfang mit dem Zollstock nach.
- Wählen Sie den Verschnitt: Bei gerader Verlegung reichen in großen Räumen 5 %, in kleinen Räumen mit vielen Ecken eher 10 %. Diagonal oder im Fischgrät fallen 15 % an.
- Lesen Sie den Paketinhalt in m² vom Etikett ab. Ein Paket mit 9 Dielen à 1285 × 192 mm enthält zum Beispiel 9 × 1,285 × 0,192 = 2,22 m².
Sockelleisten = (Umfang − Türbreiten) ÷ Leistenlänge (aufrunden)
Beispiel 1 (Wohnzimmer, gerade verlegt): 5 × 4 m, 10 % Verschnitt, Pakete à 2,22 m², 15 € pro m², eine Tür von 0,90 m.
Fläche 5 × 4 = 20 m², mit Verschnitt 22 m². 22 ÷ 2,22 = 9,9, also 10 Pakete = 22,2 m², Kosten 22,2 × 15 € = 333 €. Sockelleisten: Umfang 2 × (5 + 4) = 18 m minus 0,9 m Tür = 17,1 m, geteilt durch 2,4 m = 7,1, also 8 Leisten.
Beispiel 2 (Diagonalverlegung mit Nische): Raum 4 × 3,5 m plus 2 m² Nische, 15 % Verschnitt.
Fläche 14 + 2 = 16 m², mit Verschnitt 18,4 m². 18,4 ÷ 2,22 = 8,3, also 9 Pakete = 19,98 m². Gerade verlegt (10 %) wären es 17,6 ÷ 2,22 = 7,9, also 8 Pakete: Die Diagonale kostet hier ein Paket mehr.
Wie viele Pakete für welchen Raum?
| Bodenfläche | 5 % Verschnitt | 10 % Verschnitt | 15 % Verschnitt |
|---|---|---|---|
| 10 m² | 5 (11,1 m²) | 5 (11,1 m²) | 6 (13,32 m²) |
| 12 m² | 6 (13,32 m²) | 6 (13,32 m²) | 7 (15,54 m²) |
| 15 m² | 8 (17,76 m²) | 8 (17,76 m²) | 8 (17,76 m²) |
| 20 m² | 10 (22,2 m²) | 10 (22,2 m²) | 11 (24,42 m²) |
| 25 m² | 12 (26,64 m²) | 13 (28,86 m²) | 13 (28,86 m²) |
| 30 m² | 15 (33,3 m²) | 15 (33,3 m²) | 16 (35,52 m²) |
Gerechnet mit 2,22 m² pro Paket, in Klammern die gekaufte Fläche. Haben Ihre Pakete einen anderen Inhalt, nutzen Sie den Rechner oben.
Gut zu wissen
- Akklimatisieren: Die meisten Hersteller verlangen, dass die geschlossenen Pakete etwa 48 Stunden im Raum liegen, damit sich das Material an Temperatur und Luftfeuchte anpasst.
- Dehnungsfuge: Zu allen Wänden, Heizungsrohren und Türzargen bleibt eine Fuge, meist 8 bis 10 mm laut Verlegeanleitung. Die Sockelleiste deckt sie ab.
- Unterlage: Trittschalldämmung brauchen Sie in Höhe der Bodenfläche (ohne Verschnittaufschlag). Auf Estrich kommt bei vielen Produkten zusätzlich eine PE-Folie als Dampfbremse, an den Stößen etwa 20 cm überlappt.
- Verlegerichtung: Dielen parallel zum Lichteinfall verlegt lassen die Fugen weniger auffallen. Im Flur betont die Längsrichtung die Länge des Raums.